Beruf>Pflege Neuer Weg, neue Chance

Infoveranstaltung in Dornbirn zeigt vielfältige Berufsmöglichkeiten im Gesundheits- und Sozialbereich

Die Stadt Dornbirn und das Welcome Center Care der connexia luden kürzlich zu einer Informationsveranstaltung im Pflegeheim Birkenwiese ein. Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über Ausbildungswege und Berufsbilder im Gesundheits- und Sozialbereich zu informieren. Nach einer allgemeinen Einführung gaben Expertinnen und Experten aus der Praxis Einblicke in ihren beruflichen Alltag.

Menschen im Gespräch

Auf dem Podium vertreten waren eine Diplom-Sozialbetreuerin, ein Koordinator des Mobilen Hilfsdienstes, ein Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger sowie ein Pflegefachassistent in Ausbildung. Sie berichteten aus erster Hand über Chancen, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern.

Sozialbetreuung, Pflege und vieles mehr.

Anna Magdalena Gassner, angehende Diplom-Sozialbetreuerin für Behindertenbegleitung an der Kathi-Lampert-Schule, schilderte eindrucksvoll, welche Eigenschaften in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen gefragt sind. „Geduld ist eine sehr wichtige Qualität“, betonte sie. Besonders schätze sie die tägliche Abwechslung und die Kreativität, die es in der Begleitung und Betreuung brauche.

Dietmar Illmer, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, erzählte von seinem beruflichen Werdegang und seinen Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen. Nach mehreren Jahren im Krankenhaus und einer administrativen Tätigkeit arbeitet er nun beim Krankenpflegeverein. „Ich genieße die große Vielfalt, die mir dieser Beruf bietet“, sagte Illmer. Der mobile Dienst ermögliche es ihm, Menschen zu Hause zu versorgen, pflegerisch zu begleiten und deren Familien gezielt zu unterstützen. Warum er sich noch einmal für diesen Beruf entscheiden würde beantwortete er mit: „Hauptsächlich um jene Bereiche der Pflege kennenzulernen, in denen ich in diesem Berufsleben noch nicht gearbeitet habe.“

Benjamin Hermes, ausgebildet als Diplom-Sozialbetreuer in der Behindertenarbeit (ein Ausbildungszweig mit Pflegeassistenz) ist heute Koordinator im Mobilen Hilfsdienst. Er stellte seinen Weg von der Altenpflege bis zur heutigen organisatorischen Tätigkeit vor. Er schätzt besonders die geregelten Arbeitszeiten und die vielfältigen übergeordneten Aufgaben, die Verantwortung und Struktur verbinden. Die Ausbildung würde er nochmals wählen, weil sie ihm verschiedenste Berufsfelder eröffnet hat. 

Ausbildungen mit viel Praxis

Auch Raphael Sutterlüty hat in einem anderen Beruf gearbeitet, bevor er sich für die Ausbildung zur Pflegefachassistenz entschieden hat. Bereits als Rettungssanitäter hat er Erfahrungen gesammelt, aber die Ausbildung an der Pflegeschule Vorarlberg bietet ihm ein noch tieferes Eintauchen in die Materie – sowohl theoretisch als auch in den unterschiedlichen Praxisblöcken. Er ist nach wie vor der Überzeugung, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. 

Austausch mit den Schulen und Arbeitgeber*innen

Im Anschluss nutzten die Besucher die Möglichkeit zu einem regen Austausch an den verschiedenen Info-Ständen von Lebenshilfe, SOB Bregenz, Fachhochschule Vorarlberg, AMS, bfi, Pflegeschule Vorarlberg und Sozialdienste Dornbirn. 

Die Veranstaltung machte deutlich, wie breit gefächert die Berufsbilder im Gesundheits- und Sozialbereich sind – und wie wertvoll die Arbeit jener Menschen ist, die in diesem Feld tätig sind.

Reger Zulauf beim Infostand der Pflegeschule Vorarlberg. © Foto: connexia
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Die Beraterinnen vom AMS informierten darüber, wie der Umstieg in eine andere Branche gelingen kann. © Foto: connexia
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