Veranstaltung 1950039

Ohne in den dunklen Sog gezogen zu werden -
Umgang mit depressiv Erkrankten


Betreuende sehen sich im Alltag vielfach mit depressiven Zustandsbildern konfrontiert: Rückzug, Missmut, ärgerlich-abwehrende Grundhaltung, Klagsamkeit, nichts scheint die Person zufriedenstellen zu können. Dies löst bei Pflegenden und Betreuenden nicht selten eine ähnliche Reaktion aus: man fühlt sich genervt, verärgert, entmutigt, energielos und distanziert sich am Ende. Depressivität im Alter taucht selten isoliert auf: funktionale Einbußen, Schmerzen, Verluste, Ängste bilden oft den Hintergrund für depressive Phänomene, die sich nicht selten körperlich ausdrücken. Ärztinnen und Ärzte werden aufgesucht, es wird „nichts“ gefunden und die Person fühlt sich nicht ernst genommen. So muss sie ihre Klagsamkeit steigern, die Unzufriedenheit eindrücklicher machen; eben dies aber verstärkt den Rückzug der Versorgenden.

Inhalt

  • Symptome der Depression
  • Depressionsverständnisse
  • Tiefenpsychologischer Ansatz der Depression
  • Depression in der Hochaltrigkeit
  • Depression und Apathie
  • Umgang mit Menschen mit Depression
  • Das Konzept der stellvertretenden Hoffnung
  • Mitgefühl mit Distanz

      Referent
      Dipl.-Theol. BPhil Christian Müller-Hergl
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Univ. Witten-Herdecke, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück, examinierter Altenpfleger, DCM Trainer
      Zielgruppe
      Betreuungs- und Pflegepersonen, Interessierte
      Termin
      Donnerstag, 07.11.2019, von 8.30 bis 16.30 Uhr (8 UE)
      Ort
      Hotel Messmer, Bregenz
      Beitrag
      170 Euro, inkl. 10 % USt.
      Anmeldung
      bis 04.10.2019, maximal 20 Personen


      • Bildungsprogramm Herbst 2019

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