Veranstaltung 1850045

Schreien, rufen, schimpfen, fragen

„Disruptives Vokalisieren“ oder auch „verbale Agitiertheit“ hat viele Ursachen und kennt viele Formen. Es nimmt in den späten Phasen der Demenz oft zu, zumeist im Zusammenhang mit vielen anderen psychotischen Begleitsymptomen. Da man sich vor Lauten schlecht schützen kann, löst es bei Mitbewohnenden und Mitarbeitenden Angst, Unruhe, Ärger und Frustration aus. Ist das Verhalten einmal ausgelöst, scheint es sich schnell „abzukoppeln“ von äußeren Signalen oder einer internen Feedbackkopplung und sich in einer beständigen Schleife zu wiederholen (Dissoziation).

Wie gelingt es uns, für eine „sichere Schreiumgebung“ Sorge zu tragen? Schreien wird zur Mitteilung. Nicht immer muss Schreien ein Ausdruck von Unbehagen sein, sondern kann auch als Teil eines schutzsuchenden, selbststimulierenden Verhaltens verstanden werden. Jedes Schreien stellt einen Einzelfall dar, dessen Bedeutung mühsam entschlüsselt werden muss. Einfache Lösungen gibt es leider nicht.

Im Seminar werden Ursachen, transdiagnostische Zusammenhänge, Assessments sowie eine Reihe von Ideen für eine „sichere Schreiumgebung“ vorgestellt und diskutiert.

Referent
Dipl.-Theol. BPhil Christian Müller-Hergl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dialogzentrum Demenz am Institut für Pflegewissenschaften der Universität Witten-Herdecke, examinierter Altenpfleger, DCM Trainer
Zielgruppe
Betreuungs- und Pflegepersonen, Interessierte
Termin
Donnerstag, 15.11.2018, von 8.30 bis 16.30 Uhr (8 UE)
Ort
Kolpinghaus Dornbirn
Beitrag
170 Euro, inkl. 10 % USt.
Anmeldung
bis 19.10.2018, maximal 20 Personen


  • Bildungsprogramm Frühjahr 2019
  • 10 Jahre Ausbildung Heimhilfe

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