Veranstaltung 1950016

Notlügen in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz

Bei der Betreuung von Menschen mit Demenz stoßen wir tagtäglich an unsere Grenzen: Was tun, wenn desorientierte Menschen ständig nach ihrer Mutter fragen, oder aber meinen, sie müssen jetzt Kinder und Ehemann versorgen und deswegen schnell das Heim verlassen? Wie erkenne ich, welche meiner Reaktionen den Betroffenen gut tun?
Ein Beispiel: Früher war Frau Müller Chefsekretärin. Jetzt ist sie an Demenz erkrankt. Regelmäßig versucht Sie aus dem Pflegeheim zu entkommen. Da hilft kein Argumentieren: Nichts und niemand kann sie von ihrem Vorhaben abhalten. Außer der Rückgriff auf eine für sie plausible Notlüge: Frau Müller, Telefon! Dann eilt sie wieder zurück, erfüllt von Pflichtbewusstsein und Stolz. Beispiele wie dieses sollen zeigen, welche Verhaltensmöglichkeiten welche Auswirkungen auf die Betroffenen haben können.

Inhalt

  • Realitätsorientierter vs. validierender Umgang (nach Feil und Richard) mit schwierigen Situationen
  • Die Reaktion der Betroffenen auf diese beiden Strategien
  • Die Notlüge als letzter Ausweg, oder: Ist die Notlüge das kleinere oder das größere Übel?

Referentin
Dr.in phil. Svenja Sachweh, Dozentin und Kommunikationstrainerin im Pflegebereich
Zielgruppe
Betreuungs- und Pflegepersonen, Interessierte
Termin
Montag, 13.05.2019, von 8.30 bis 16.30 Uhr (8 UE)
Ort
Hotel Messmer, Bregenz
Beitrag
150 Euro, inkl. 10 % USt.
Anmeldung
bis 12.04.2019, maximal 16 Personen


  • Bildungsprogramm Frühjahr 2019

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